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  Überblick der Entwicklung von der Landes Blinden- und Taubstummenanstalt über das Behindertenförderungszentrum („BFZ“) hin zum heutigen bfz- Sozialpädagogisches Zentrum des Landes Kärnten
1901



Landes Blinden- und Landes Taubstummenanstalt werden unter einem „gemeinsamen Dach“ in Betrieb genommen: Zweck ist es, blinden bzw. taubstummen Kindern in der Anstalt Erziehung und Unterricht sowie gewerbliche Ausbildung zu vermitteln, mit dem Ziel sich selbständig ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Kapazität: 30 blinde und ca. 100 Taubstumme Kinder. Beide Anstalten sind vollkommen eigenständig. Schule und Werkstätten entstehen (Bürstenbinderei, Korbflechterei, Schusterwerkstätte).
1. und 2. Weltkrieg Nutzung der Räumlichkeiten für militärische Zwecke. Lazarett, Anbindung ans LKH Klagenfurt.
1954



Auflassung der Blindenschule wegen zu geringer Nachfrage, Einrichtung eines Internats-Sonderkindergartens in den Räumlichkeiten der Landes Taubstummen-anstalt mit dem Schwerpunkt vorschulische Förderung hörbehinderter Kinder.
Errichtung einer Schneiderei.
ab 1964


Trennung der Taubstummenschule vom übrigen Internats- Werkstätten- und Versorgungsbereich.
Entwicklung zusätzlicher Aufgabenbereiche, wie Beschäftigungstherapie für geistig Behinderte sowie  Expositurklasse für mehrfachbehinderte Kinder der Heilstättenschule des LKH Klagenfurt.
1975





Vereinigung bisheriger Anstalten, -Umbenennung in „Behindertenförderungszentrum („BFZ“). In Folge der Namensgebung und Weichenstellung im Jahre 1975 Wandlung zu einer Institution, die sich schwerpunktmäßig mit körperlich-geistig mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen befasst. Die traditionsreiche Arbeit mit schwerhörigen und gehörlosen Kindern gehört nach wie vor ebenfalls zum aktuellen Aufgabenpaket, hat aber, - bedingt durch die kontinuierliche Abnahme der Zahl dieser Kinder -, mengenmäßig an Stellenwert verloren.
Auflassung der bisherigen Werkstätten ( 1975-1980)
ab 1976
Internatsmäßige Unterbringung und Beschulung körperbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder im BFZ.
1979 Übersiedelung des Sonderkindergartens auf die Maierniggalpe.
1982 Beginn der beruflichen Anlehre in den vier Bereichen: Gärtnerei, Tischlerei, Hauswirtschaftslehre, Malerei.
1985




Die Heilstättenschule wird geteilt. Das Behindertenförderungszentrum bekommt für seine Klassen eine eigene Direktion. Ab sofort befinden sich zwei Schulen mit eigenständigen Direktionen im Haus:
1. Sonderschule für schwerhörige und gehörlose Kinder, später Volks- und Hauptschule für schwerhörige und gehörlose Kinder.
2. Sonderschule für Mehrfachbehinderte, später Heilstättenschule II.
1985-1993



Personalaufbau im Erzieherbereich in kleinen Schritten. 15 Gruppen von Schulkindern und Jugendlichen werden so betreut, dass neben pflegerischen Aufgaben, der Kontakt zu Schule, Werkstätten sowie Eltern, die persönliche Beschäftigung mit jedem einzelnen Kind oder Jugendlichen, Entwicklung und Realisierung von speziellen Förderprogrammen, sowie eine sinnvolle Freizeitgestaltung gut möglich ist.
1985-1993

Weitreichende Umbaumaßnahmen und bauliche Adaptierungen, vor allem im Sanitärbereich und den Werkstätten.
1986




Das BFZ kann die ersten beiden eigenen Physiotherapiestellen besetzen.
Durch die Neuorientierung des Hauses, verschiebt sich der Schwerpunkt der vertretenen Behinderungsarten. Neben den geistigen Beeinträchtigungen bilden vor allem die cerebralen Bewegungsstörungen in all ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen den Schwerpunkt. Dadurch ergibt sich dieser neue Therapiebedarf bzw. –schwerpunkt.
1988 Besetzung der 1. Logopädiestelle.
1991 Schaffung einer Stelle für Pädagogische Psychologie.
1994

Das BFZ verfügt erstmals über ein komplettes Therapieteam mit 4 Physiotherapeuten, 2 Logopäden und  1 Ergotherapeutin.
1994 Bau einer neuen Gärtnereiwerkstätte inklusive Glashaus mit Fertigstellung im Sommer 1995.  
1995 Start der EDV- Anlehre / Fördergruppe.
1998 Die Volks- und Hauptschule für schwerhörige und gehörlose Kinder und Jugendliche läuft ersatzlos aus.
2001 Schließung der Schneiderei.
2002 Fertigstellung und Bezug des neuen Jugendwohnhauses und der Förderwerksatt (FW).
2004-2009 Das Projekt "Barrierefrei Spiel- und Gartenanlage" wird realisiert.
2005

Auslagerung der Anlehrwerkstätten Malerei, Tischlerei und Eröffnung der Metallwerkstätte in Klagenfurt -Fischlstraße 40.
   

AMT DER KÄRNTNER LANDESREGIERUNG
ABTEILUNG 4

Kompetenzzentrum Soziales

Sozialpädagogische
Zentren - bfz
Gutenbergstraße 9
A 9020 Klagenfurt
 
T | +43 (0) 463 55402
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